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Ein Kommentar

Neulich in Caracas

Ich saß – gemütlich eine Tasse Kaffee trinkend – bei einem Kunden in der Nähe der Innenstadt. Am Abend musste ich mit einem Inlandsflug weiter. Ich bat meinen Gastgeber, mir rechtzeitig ein Taxi zum Flughafen zu bestellen. Ein Stunde Fahrzeit plant man üblicherweise ein. Genügend Zeit um problemlos durch die Innenstadt von Caracas zu kommen und dann noch die 900 Höhenmeter hinab zum Flughafen Marquetia, der direkt am Meer liegt, zu bewältigen.
Da die Ortsansässigen nie mit Stau rechnen und um Diskussionen zu vermeiden, gebe ich meine Abflugzeit stets 30 Minuten früher an. So komme ich nie in Zeitdruck.
Das Taxi kommt zur vereinbarten Zeit. Doch irgendwas stimmt heute nicht. Nach einer halben Stunde sind wir immer noch in der Innenstadt. Skeptisch frage ich meine Taxifahrerin, ob wir es denn rechtzeitig schaffen. „Si, si, “
Sie ist sich sicher, wir schaffen es. Dabei versinkt die Stadt versinkt komplett im Verkehrschaos. Demnächst sind Wahlen und die sozialistische Partei hat Tausende von Demonstranten mobilisiert, die in roten T-Shirts durch die Straßen ziehen und dabei den Verkehr still legen. Aus allen Richtungen dringen die Parolen und Lieder vergangener Revolutionen aus Lateinamerika an mein Ohr:
Venceremos; Venceremos „ Wir werden siegen“
Meine Bedenken werden größer. Weiterlesen


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Benzin reden

Ab April melde ich meine Yamaha xj 550 wieder bei Steuer und Versicherung an.
Das Öl ist gewechselt, die Reifen sind in Ordnung, die Maschine ist TÜV-geprüft. Der Termin steht schon lange fest.
Die eine oder andere Spritztour zum Ebnisee oder über den Hohenstaufen lockt.
Noch gibt es zahlreiche Löcher auf der Straße, die Eis und Schnee in den Asphalt gefressen haben. Und das Wetter ist ebenfalls noch zu unbeständig, um größere Touren zu planen.
Es kribbelt in den Fingern – statt die Energie an den Gasgriff abzugeben, wird der Chrom poliert und mit den Jungs „Benzin geredet“. Weiterlesen